Organarterien (Viszeralgefässe)

Die Organ­ar­te­ri­en (Vis­ze­ral­ge­fäs­se) ver­sor­gen die inne­ren Orga­ne, z.B. die Nie­ren, den Darm und die Leber, mit sauer­stoff­rei­chem Blut. Durch ver­schie­de­ne Risi­ko­fak­to­ren wie z.B. das Rau­chen, erhöh­te Blut­fett­wer­te oder durch erb­li­che Ver­an­la­gung kann es zu Ver­en­gun­gen (Steno­sen) oder auch Erwei­te­run­gen (Aneu­rys­men) der Organ­ar­te­ri­en kom­men. Mit zuneh­men­der Eng­stel­lung (Steno­se) der Gefäs­se besteht die Gefahr, dass die betrof­fe­nen Orga­ne nicht mehr aus­rei­chend mit Blut ver­sorgt wer­den. Es kommt dann im Ver­lauf zu Schä­di­gun­gen bis hin zum Unter­gang eines Organs mit fata­len Fol­gen. Bei der sel­te­nen Erwei­te­rung (Aneu­rys­men) von Organ­ar­te­ri­en kann es zum Plat­zen des betrof­fe­nen Gefäs­ses mit der Gefahr des inne­ren Ver­blu­tens kom­men.

Die Dia­gno­se der Erkran­kung der Organ­ar­te­ri­en erfolgt pri­mär mit­tels Ultra­schall oder Com­pu­ter­to­mo­gra­phie, ent­we­der auf­grund von Beschwer­den oder auch häu­fig im Fal­le der Erwei­te­run­gen als Zufalls­be­fund.

  • Endo­vas­ku­lä­re The­ra­pie

Durch die Ein­la­ge von Git­ter­draht­ge­flech­ten (Stents) in die Gefäs­se kann in der Mehr­zahl der Fäl­le eine Ver­bes­se­rung der Durch­blu­tung der Organ­ar­te­ri­en und somit die Erhal­tung des Orga­nes (z.B. Nie­re) erreicht wer­den. Dies erfolgt meist über einen klei­nen Zugang im Bereich der Leis­ten oder am Arm und ist für den Pati­en­ten wenig belas­tend.

  • Zen­tra­le Bypass­chir­ur­gie

Ist ein endo­vas­ku­lä­res Ver­fah­ren aus tech­ni­schen oder ana­to­mi­schen Grün­den nicht mög­lich, besteht die Mög­lich­keit zur ope­ra­ti­ven Ver­sor­gung mit­tels Anla­ge einer Gefäss­um­ge­hung (Bypass). Hier­zu bedarf es eines Schnit­tes im Bereich des Bau­ches. Häu­fig kommt die ope­ra­ti­ve The­ra­pie auch dann zum Ein­satz, wenn vor­an­ge­gan­ge­ne endo­vas­ku­lä­re Ver­fah­ren lang­fris­tig nicht erfolg­reich waren.
Die Ent­schei­dung, wel­che Form der The­ra­pie im Ein­zel­fall gewählt wird, hängt hier­bei von unter­schied­li­chen Fak­to­ren, wie z.B. Neben­er­kran­kun­gen, Alter und even­tu­el­ler Vor­ope­ra­tio­nen in der betrof­fe­nen Regi­on, ab.